13. February 2012

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Kredite fuer Privatkunden teurer

Erste Anzeichen das Kredite für Privatkunden teurer werden lassen sich bereits feststellen. Sind dies erste Konsequenzen der Finanzkrise und treffen vor allem den kleinen Kunden?

Banken die in der weltweiten Finanzkrise Federn lassen mussten beginnen langsam mit einer Umstrukturierung der eigenen Bankgeschäfte zum einen mit anderen Banken und zum anderen mit Privatkunden. Erste Anzeichen lassen sich bereits darin erkennen dass die Kredite für Privatkunden teurer und die Auflagen für eine Genehmigung eines Kredites umfangreicher geworden sind.

Kommt jetzt ein Kreditstau bei den Privatkunden und müssen die großen Banken nun viele kleinere Kredite an Privatkunden ablehnen? Dieses Szenario ist durchaus denkbar, wenn die Strategien der Banken dahingehend angepasst werden das nur noch Kredite an solide Schuldner vergeben werden. Da könnte es passieren das Privatkunden mit Schufaeinträgen keinen Kredit bekommen oder diesen nur mit hohen Zinsen. Denn viele Banken können es sich einfach nicht mehr erlauben faule Kredite zu vergeben, da die finanziellen Mittel (Kapitaldecke und Eigenkapital) durch die Finanzkrise stark geschrumpft sind.

Als alternative Anlaufstellen und Gewinner der Finanzkrise könnten Online Kreditgeber oder Kreditplattformen wie Smava sein, auf denen Privatpersonen Kredite an andere Privatpersonen vergeben. Denn sollten Kreditsuchende bei den Filialbanken vor Ort keinen Kredit bekommen, dann beginnt die Suche im Internet. Hier stößt man zwangsläufig auf viele Webseiten die Kredite zwischen Kreditsuchenden und Kreditgebern vermitteln. Der komplette Vorgang der Kreditvergabe läuft dabei telefonisch oder per Internet ab.
Die andere Alternative sind die Kreditportale wie Smava und Co., auf denen sich Privatpersonen untereinander Kredite vergeben können. Dort werden Kredite von Privat an Privat vergeben. Aktuell sind bereits über 100 Kreditgesuche auf der Webseite smava.de mit Kreditsummen von 500 bis 25.000 Euro und Zinssätzen von 5,5 bis 14,3 Prozent zu finden.
Wenn die Banken keine Kredite mehr vergeben, dann eben als Alternative von Privat zu Privat.

Riester-Sparer Zulage beantragen

Nach einer Auswertung von Union Investment haben 27 Prozent der Riester-Sparer die Zulage für das Jahr 2007 noch nicht beantragt. Die Frist für die Beantragung der staatlichen Zulage läuft im Dezember dieses Jahres ab. Jetzt noch schnell handeln.

Eine Auswertung von Union Investment bringt es ans Licht, viele deutsche Riester-Sparer verschenken die staatliche Zulage, denn bis jetzt haben 27 Prozent der Sparer die staatliche Zulage für das Jahr 2007 noch nicht beantragt. Dieser Wert wurde von den 1,5 Millionen Anlegern der UniProfiRente ermittelt. Die staatlichen Zulagen für die Riester-Rente können maximal zwei Jahre rückwirkend beantragt werden. Nach Ablauf dieses Datums verfallen die Ansprüche der Sparer auf die Riester Zulagen des Staates. Die Frist für die Zulagen für das Jahr 2007 verfallen somit am 31.12.2009.

Da die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) bisher durchschnittlich 186 Euro an Zulagen auf jedes Riester-Konto für das Jahr 2007 gezahlt hat, insgesamt 1,4 Milliarden Euro, würde dem Sparer bares Geld entgehen. Für 2007 liegt die Grundzulage für Riester Sparer bei 114 Euro und für jedes Kind bei 138 Euro.

Der Zulagenantrag muss von dem Sparer separat ausgefüllt und eingeschickt werden. Durch den bloßen Abschluss eines Riester-Vertrages bekommt man noch keine staatlichen Zulagen. Wer den Zulagenantrag für das Jahr 2007 noch nicht abgeschickt hat, der sollte gleichzeitig einen Dauerzulagenantrag mit beantragen.

Steuersenkungen

Die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen sind ein Erfolg für die Steuerzahler. Union und FDP haben im Wahlkampf Steuersenkungen angekündigt und werden dieses Versprechen in der nächsten Legislaturperiode einlösen.
Schon für das Jahr 2010 verständigten sich Union und FDP auf zusätzliche Steuersenkungen, die Familien entlasten werden, insbesondere durch die Erhöhung des Kinderfreibetrags auf jährlich 7008 Euro und des Kindergeldes auf monatlich 184 Euro.

Mit den angekündigten Steuerentlastungen in Höhe von 24 Milliarden Euro, die in der nächsten Legislaturperiode umgesetzt werden sollen, will die neue Koalition vor allem untere und mittlere Einkommen entlasten. Dies ist unbedingt erforderlich, denn gerade mittlere Einkommen wurden seit 1990 nicht mehr strukturell entlastet.

Neben den erforderlichen Tarifkorrekturen haben sich die Koalitionäre auch auf eine Vielzahl von weiteren steuerlichen Entlastungen und Korrekturen verständigt. So sollen beispielsweise die privat veranlassten Steuerberatungskosten wieder voll abzugsfähig sein. Auch soll die Abzugsfähigkeit von Ausbildungskosten neu gestaltet werden. Ebenfalls will die neue Koalition dringend notwendige Reformen bei der Erbschaftsteuer, der Umsatzsteuer und der Unternehmensbesteuerung durchführen. Die detaillierte Ausgestaltung der einzelnen Reformen wird der BdSt in der nächsten Legislaturperiode konstruktiv und kritisch begleiten.

Vor dem Hintergrund der notwendigen Haushaltskonsolidierungen fordert der BdSt die neue Koalition auf, Farbe bei den Einsparungen zu bekennen. Die notwendigen steuerlichen Entlastungen müssen mit Einsparungen im Bundeshaushalt verbunden werden, um die Nettoneuverschuldung nicht noch zusätzlich ansteigen zu lassen. Eine erste Bewährungsprobe für die neue Koalition wird der neue Bundeshaushalt für das Jahr 2010 sein. Der BdSt hat einen Einsparkatalog von 24 Milliarden Euro vorgelegt. Dieser macht deutlich, dass Einsparungen möglich sind und von der neuen Koalition umgesetzt werden müssen.

Steuer Sparen 2009

Freibetrag bis zum 30. November 2009 auf Lohnsteuerkarte eintragen lassen um noch in diesem Jahr Steuern zu sparen. Daher sollte jeder Einzelne seine Lohnsteuerkarte noch vor Ablauf dieser Frist prüfen, rät der Bund der Steuerzahler.

Wer noch in diesem Jahr Steuern sparen will, sollte bis zum 30. November 2009 einen Freibetrag auf seiner Lohnsteuerkarte eintragen lassen. Ohne diesen Eintrag zahlt man häufig zuviel Steuern beim monatlichen Lohnsteuerabzug. Darauf weist der Bund der Steuerzahler hin.Der Freibetrag wirkt steuermindernd, wenn die Werbungskosten den Arbeitnehmer-Pauschbetrag in Höhe von 920 Euro übersteigen. Werbungskosten sind z.B. Aufwendungen für Arbeitskleidung und Arbeitsmittel, Mehraufwendungen für eine doppelte Haushaltsführung, Entfernungspauschale für den Weg zur Arbeit, Unterhaltsleistungen an den geschiedenen Ehegatten und/oder außergewöhnliche Belastungen wie z.B. Krankheitskosten. Seit Neuestem können auch die Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer wieder berücksichtigt werden. Allerdings ist die Berücksichtigung noch nicht endgültig, da eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts abgewartet werden muss. Pauschbeträge für Behinderte und Hinterbliebene, Abzugsbeträge für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und Dienstleistungen sowie Handwerkerleistungen und Kinderbetreuungskosten werden ohne Einschränkung eingetragen.Die Steuerzahler müssen den Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung für das laufende Jahr bis zum 30. November 2009 beim Finanzamt stellen und auch ihre Lohnsteuerkarte 2009 einreichen. Ist der Freibetrag nicht höher als im Vorjahr, reicht es, den zweiseitigen Vordruck „Vereinfachter Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung 2009“ auszufüllen. Eine Eintragung von Freibeträgen kurz vor Jahresende hat den Vorteil, dass der Freibetrag im letzten Monat voll und nicht nur anteilig berücksichtigt wird. Dies kann sich positiv auf den Nettolohn des Dezembers auswirken, erklärt der BdSt.

Für das kommende Jahr können Steuerzahler einen Freibetrag auf ihrer Lohnsteuerkarte 2010 eintragen lassen. Der letztmögliche Termin dafür ist der 30. November 2010.