12. February 2012

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Hypothekendarlehen

Bei einem Hypothekendarlehen handelt es sich um ein durch ein Grundpfandrecht auf eine (oder mehrere) Immobilien besichertes Darlehen.

Als Grundpfandrechte kommen hierbei heutzutage weitgehend Buchgrundschulden zum Einsatz. Nur in geringem Umfang finden Briefgrundschulden oder Hypotheken in der Praxis noch Anwendung, wenn auch der Wortstamm etwas anderes vermuten läßt.

Hypothekendarlehen bilden einen wichtigen Baustein jeder privaten Immobilienfinanzierung. Sie dienen regelmäßig zur Finanzierung des Baus, Erwerbs oder der Modernisierung einer Immobilie. Als Darlehensgeber für ein Hypotkendarlehen kommen

  • alle Kreditinstitute der EU,
  • alle Bausparkassen und
  • alle Lebensversicherungsgesellschaften

in Frage. Darlehensnehmer können sowohl natürliche, als auch juristische Personen sein. Eine Beschränkung hinsichtlich der Art der Immobilie existiert nicht.

Vorteile von Hypothekendarlehen

Anders als unbesicherte Darlehen wie z.B. Ratenkrediten steht bei einem Hypothekendarlehen für den Darlehensgeber für den Fall einer Leistungsstörung eine Immobilie als zusätzliche Sicherheit zur Verfügung. Kommt der Darlehensnehmer seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nicht mehr nach, kann der Darlehensgeber durch Verwertung der Immobilie (z.B. durch Zwangsversteigerung oder Zwangsverwaltung) das Hypothekendarlehen tilgen.

Diese erhöhte Sicherheit für den Darlehensgeber führt regelmäßig zu günstigeren Darlehenskonditionen als für unbesicherte Darlehen.

Nachteile von Hypothekendarlehen

Durch die Eintragung eines Grundpfandrechts auf der Immobilie, wird der spätere Verkauf der Immobilie leicht erschwert. Da in der Praxis eine Übernahme des Hypothekendarlehens durch den neuen Eigentümer unpraktikabel ist, muss parallel zum Verkauf eine Ablösung des Hypothekendarlehen vorgenommen werden. Dies erhöht die Komplexität des Verkaufs.

Quelle: wikipedia

Gewerbliche Immobilienfinanzierung

Die gewerbliche Immobilienfinanzierung umfasst die Finanzierung aller Formen von, nicht rein privat zu nutzenden Immobilien. Aufgrund der unterschiedlichen Risikostruktur lassen sich hierbei folgende Klassifizierungen abgrenzen:

  • Wohnimmobilien
  • Büro- und Einzelhandelsimmobilien
  • Öffentliche Immobilien
  • sonstige Spezialimmobilien

Darüber hinaus gibt es auch eine Vielzahl von Mischobjekten, wobei die Art der Immobilienfinanzierung vom Gewicht der einzelnen Nutzungsarten abhängig ist.

Für die Finanzierung der einzelnen Immobilienarten haben sich aufgrund des Risikoprofils unterschiedliche Finanzierungsmärkte entwickelt.

Gewerbliche Wohnimmobilienfinanzierung

Die wichtigsten Eigentümer gewerblicher Wohnimmobilien sind Wohnungsunternehmen. Hierbei dominieren kommunale, meist städtische Gesellschaften und Wohnungsbaugenossenschaft den Markt. Nur wenige gewinnorientierte, meist größere Unternehmen sind in diesem Markt in Deutschland tätig. Diese Wohnungsunternehmen verfügen meist über eine erhebliche Eigenkapitalausstattung und einen positiven Cashflow aus einem Bestand an Wohnimmobilien. Da auch die zu finanzierenden Immobilien aufgrund der hohen Streuung der Mieteinnahmen auf viele einzelne Mieter nur geringe Risiken aufweisen, finden im Bereich der gewerblichen Wohnimmobilienfinanzierung klassische langfristige Fremdkapitalfinanzierungen bei hohen Eigenkapitalanteilen Anwendung.

Als Darlehensgeber in diesem als sehr sicher geltenden Markt treten auf

  • Kreditinstitute, Landesbanken und Hypothekenbanken und
  • Lebensversicherungsgesellschaften (als Kapitalanlage).