Die Postbank Studie offenbart auch, welche Wünsche zum Thema Eigenheim bei den Deutschen verankert sind: Gefragt, was für sie "die ideale Form der Alterssicherung ist", sagen inzwischen 65 Prozent der Deutschen "ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung". Vor zwölf Monaten waren es erst 58 Prozent. Unter den Berufstätigen erreicht die Nennung des Eigenheims inzwischen gar 68 Prozent und bei Berufstätigen mit Kindern 72 Prozent. Bei den Berufstätigen mit Kindern übertrifft dieser Wert damit bereits die staatliche Rentenversicherung, die auf eine Nennung von 70 Prozent als ideale Form der Alterssicherung kommt.
Fast jeder zehnte Berufstätige gibt aktuell an, die eigene Altersvorsorge durch den Bau oder Kauf eines Eigenheims künftig verstärken zu wollen. Ganz oben auf der Hitliste stehen auch Bausparverträge. Diese machen mit einem Plus von rund 40 Prozent gegenüber ihrer Nennung im Vorjahr damit den größten Sprung nach vorn auf der Beliebtheitsskala.
Kombination aus privater und staatlicher Altersvorsorge gefragt
Ungeachtet der Turbulenzen an den Finanzmärkten in den vergangenen Monaten hält auch 2008 wie im Vorjahr weiterhin eine relative Mehrheit von 45 Prozent der Berufstätigen in Deutschland private Vorsorgemodelle wie Versicherungen oder Sparverträge für sicherer als die staatliche Rentenversicherung. 38 Prozent der Bürger sind gegenteiliger Meinung. Unter Nicht-Berufstätigen, also insbesondere Rentnern, sieht dagegen eine Mehrheit von 51 Prozent die staatliche Rente als sicherer an.
Eine klare Meinung haben aber alle Deutschen bei der Frage, ob zur Stabilisierung der gesetzlichen Rentenkasse die staatliche Förderung privater Altersvorsorge insgesamt abgeschafft werden sollte: Dies halten 47 Prozent für "nicht gut" und nur 26 Prozent für "gut". "Der Trend, dass hier die Bereitschaft und die eingesetzten Mittel zurückgehen, muss dringend gestoppt und umgekehrt werden", resümiert Meyer.
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