|
13 Mai |
Betriebliche Altersvorsorge Altersvorsorge
|
Die gesetzliche Rente wird in Zukunft kaum noch reichen, um ein angemessenes Einkommen im Alter zu sichern. Fachleute raten dringend, auch privat vorzusorgen. Arbeitnehmer können das steuer- und abgabenbegünstigt über den Betrieb tun - jeder Beschäftigte hat ein gesetzliches Recht auf betriebliche Altersvorsorge durch Gehaltsumwandlung. Gehaltsumwandlung bedeutet in diesem Fall: Der Arbeitgeber behält einen Anteil vom Bruttogehalt ein, das Geld führt er direkt an den Versorgungsträger ab.
Vor allem bei kleineren Firmen beliebt ist die so genannte Direktversicherung als betriebliche Altersvorsorge. Der Arbeitgeber schließt für den Beschäftigten eine private Kapitallebens- oder Rentenversicherung ab, die Police kann mit einem Berufsunfähigkeits-, Unfall- oder Hinterbliebenenschutz kombiniert werden. Die Beiträge zu einer Direktversicherung sind bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (West) steuer- und sozialabgabenfrei. In 2009 kann man so bis zu 2.592 Euro in eine Direktversicherung einzahlen, ohne dass für diesen Betrag Einkommensteuer oder Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherungsbeiträge fällig werden. Zusätzliche 1.800 Euro kann man steuerfrei in Betriebsvorsorge umwandeln, von diesem Betrag werden dann aber Sozialversicherungsbeiträge abgezogen. Erst auf die späteren Auszahlungen aus der Direktversicherung werden Einkommenssteuer und Krankenkassenbeiträge fällig.
Wenn der Arbeitgeber keine andere Betriebsvorsorge etwa durch einen Pensionsfonds oder eine spezielle Unterstützungskasse vorsieht, muss er seinen Mitarbeitern mindestens eine Direktversicherung anbieten. Im Rahmen der Direktversicherung kann man auch die staatliche Riester-Förderung nutzen. Vorsorgeguthaben, die man in einer Direktversicherung angespart hat, dürfen nicht auf mögliches Arbeitslosengeld II angerechnet werden - betriebliche Altersvorsorge ist grundsätzlich „Hartz-IV-fest“. Sollte der Versicherer wider Erwarten insolvent werden, ist das Vorsorgeguthaben durch die Protektor AG geschützt, eine Sicherungseinrichtung der deutschen Lebensversicherer. Tipp: Wenn man zu einem anderen Arbeitgeber wechselt, kann man die Direktversicherung dort problemlos weiterführen.
Betriebliche Altersvorsorge kostenlos vergleichen
|
25 Nov |
Private Vorsorge Altersvorsorge, Riester Rente, Rürup Rente
|
In einer alternden Gesellschaft ist private Vorsorge notwendiger denn je. Denn bei immer mehr Bundesbürgern wird künftig die gesetzliche Rente für einen finanziell entspannten Lebensabend nicht ausreichen. Gerade die Best Ager – die Generation der 50- bis 65-Jährigen – müssen die Weichen für einen sorglosen Ruhestand noch selbst stellen. Wer privat etwas tun will, hat heute allerdings die Qual der Wahl, das Angebot an privaten Renten, Sparplänen und anderen Produkten ist groß und teilweise verwirrend.
Der Generation 50+ bleibt bis zum Ruhestand nur wenig Zeit fürs Sparen. Private Vorsorge ist aber notwendiger denn je. Zu dieser Eigenverantwortung haben die Bundesbürger eine positive Einstellung, das ergab eine aktuelle Studie. Jedenfalls sind fast 90 Prozent der Bundesbürger gerne für ihren Lebensunterhalt verantwortlich. Allerdings hapert es an der Umsetzung: 45 Prozent der in der Studie Befragten wissen, dass sie sich um ihre private Altersvorsorge kümmern sollten – aber viele konnten nicht sagen, wie groß die Versorgungslücken sind, die sie ausgleichen müssen.
Für private Vorsorge ist es nie zu spät
Viele Anrufer im Alter zwischen 50 und 58 Jahren wollten wissen, ob sich private Vorsorge überhaupt noch lohnt. Auf jeden Fall, sagt Peter Sachs, Experte für Finanzplanung aus Bad Homburg. Wenn man beispielsweise mit 50 beginnt, kann der Vermögensaufbau auch noch risikoreichere Anlagen wie Aktien oder Aktienfonds beinhalten. In Richtung Ruhestand müssen die riskanteren Anlagen dann aber zugunsten sicherer Anlagen wie festverzinsliche Wertpapiere reduziert werden. Auch Rentenexperte Detlef Pohl empfiehlt bei einem solchen mittleren Anlagehorizont eine Mischung aus Anlageformen mit hoher Sicherheit ab Ruhestandsbeginn – wie festverzinsliche Wertpapiere – und Papieren, die überdurchschnittliche Ertragschancen bieten, aber etwas riskanter sind – hier ist an Aktien und Aktienfonds zu denken.
Privatrente für einen sorglosen Ruhestand
Wer kurz vor dem Ruhestand über genügend liquide Mittel verfügt – beispielsweise weil er eine Lebensversicherung ausbezahlt bekommen hat oder eine Erbschaft erhalten hat - kann dieses Geld als so genannten Einmalbeitrag in eine Privatrente investieren. Dieter Sprott, Rentenexperte bei den KarstadtQuelle Versicherungen, hebt die steuerlichen Vorteile hervor, denn eine private Rente ist nur mit dem Ertragsanteil steuerpflichtig. Mit der „MaxiRente“ hat der Nürnberger Direktversicherer ein solches Produkt mit einer attraktiven Rendite auf den Markt gebracht. Eine Privatrente wird garantiert lebenslang ausgezahlt. Viele Fragen der Anrufer und Anruferinnen bezogen sich auch auf die neue Abgeltungssteuer.
Riester lohnt sich fast immer
Ungeachtet der jüngsten Diskussion um die Riester-Rente ist diese staatlich geförderte Form der Altersvorsorge in fast allen Fällen lohnend, betont Dieter Sprott. Der Staat zahlt jährlich eine Grundzulage in Höhe von 154 Euro je Erwachsenen und eine Kinderzulage von 185 Euro pro Sprössling. Mit der Riester-Rente baut man sich eine eigene Altersabsicherung auf und ist vermutlich nicht auf staatliche Sozialhilfe-Leistungen angewiesen, so Sprott.
Selbstständige können nicht „riestern“, für sie gibt es die so genannte Rürup-Rente. Peter Sachs: die Beiträge zu Rürup-Verträgen können als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend gemacht werden. 2008 sind 66 Prozent der Beiträge ansetzbar, bis 2025 steigt dieser Anteil dann auf 100 Prozent, maximal dürfen dann 20.000 Euro für Ledige und 40.000 Euro pro Jahr für Ehepaare angesetzt werden.
|
15 Okt |
Altersrente private Altersvorsorge Altersvorsorge
|
Unter einer Altersrente versteht man in Deutschland eine Rente, deren Bezug u.a. vom Erreichen einer festgelegten Altersgrenze abhängig ist. Historisch geht sie bis auf das „Gesetz betreffend die Invaliditäts- und Altersversicherung“ für Arbeiter vom 22. Juni 1889 für das Deutsche Reich zurück.
Nach den Vorschriften des Sechsten Sozialgesetzbuchs (SGB VI) sind Altersrenten
- die Regelaltersrente,
- Altersrenten für langjährig Versicherte,
- Altersrenten für schwerbehinderte Menschen und
- Altersrenten für langjährig unter Tage beschäftigte Bergleute.
Durch das Rentenreformgesetz 1999 vom 16. Dezember 1997 (BGBl. I S. 2998) wurden ab 1. Januar 2000 folgende Altersrenten nur noch unter bestimmten persönlichen Voraussetzungen (Bestandsschutz) gewährleistet:
- Altersrenten für Frauen und
- Altersrenten wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit.
Im Durchschnitt hat ein Rentnerhaushalt in Deutschland 1953 Euro im Monat zur Verfügung (2007). Dabei stehen einem Westdeutschen Haushalt durchschnittliche 2040 Euro und einem Ostdeutschen 1647 zur Verfügung. Dabei haben Rentner mit höherer Schulbildung in der Regel eine höhere Rente. Selbständige und Freiberufler verfügen hingegen über geringere Renten als Angestellte, noch geringer fällt die Rente für ehemalige Arbeiter aus. Bei der isolierten Betrachtung der gesetzlichen Renten ist das Ost-/Westgefälle hingegen in umgekehrter Richtung. Eine durchschnittliche Altersrente beträgt im Westen bei Männern 976 Euro (465 Euro bei Frauen), im Osten hingegen 1056 Euro (663). Die Begründung findet sich in den längeren Arbeitszeiten in der DDR. Hinzukommt, dass im Osten einige Berufe keinen Beamtenstatus hatten, wie im Westen, so dass diese meist höherqualifizierten in die Rente einfließen, und im Westen in die Pensionen.
Kostenlos private Rente vergleichen
|
11 Okt |
Wie sicher ist Altersvorsorge Altersvorsorge
|
Die Turbulenzen an den Aktienmärkten schüren bei vielen Menschen mittlerweile auch Ängste um ihre Altersvorsorge. Doch Experten geben zum Teil Entwarnung: Denn ob betriebliche Rente, Riester-Rente oder Kapitallebensversicherung - solche Anlageformen unterliegen in Deutschland dem Aufsichtsrecht und sind also per Gesetz geschützt. Und geht etwa ein Arbeitgeber oder ein Versicherungsunternehmen pleite, müssten im Notfall der Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) oder die Auffanggesellschaft Protektor einspringen, sagt Dorothea Mohn vom Verbraucherzentrale Bundesverband. Im Folgenden ein Überblick über die einzelnen Renten-Formen:
Kapitallebensversicherung: Egal was auch passiert, so ist etwa bei einer Kapitallebensversicherung dem Sparer sein eingezahlter Beitrag per Gesetz garantiert. Hinzu kommt ein Garantiezins von derzeit 2,25 Prozent, der auf den Beitrag - abzüglich Kosten zum Beispiel für die Verwaltung - aufgeschlagen wird. "Real liegt der Zins dann je nach Höhe der Kosten bei knapp 2 Prozent", erläutert Altersvorsorge- Referentin Mohn.
Angesichts der derzeit sinkenden Aktienkurse besteht allerdings die Gefahr, dass Überschussbeteiligungen künftig niedriger ausfallen, sagt Mohn. Diese werden einmal jährlich von den Anbietern individuell festgelegt. Denn die Versicherer müssen zwar per Gesetz den größten Teil ihrer Einnahmen in festverzinsliche Wertpapiere stecken. Bis zu 35 Prozent dürfen sie aber auch in Aktien investieren. "Die meisten Versicherer in Deutschland schöpfen diese Grenze allerdings nicht aus. Unseren Informationen zufolge liegt der Anteil etwa bei zehn Prozent", sagt die Verbraucherschützerin.
Fondsgebundene Rentenversicherung: Hier liegt das Risiko deutlich höher. "Denn die Anbieter investieren wesentlich mehr in Aktien", so Mohn. Welche Zahlungen garantiert werden, hängt vom jeweiligen Vertrag ab. "In den meisten Fällen liegt das Anlagerisiko ausschließlich beim Sparer." Und steigt er vorzeitig aus einem solchen Vertrag aus, geht das meistens nur mit herben Verlusten.
Riester-Rente: Riester-Verträge sind mit besonderen Sicherheiten für die private Altersvorsorgeplanung versehen: "Sowohl das selbst eingezahlte Kapital inklusive Zinsen als auch die staatlichen Zulagen müssen den Kunden als lebenslang garantierte Rente ausgezahlt werden. Das ist gesetzlich geregelt", erläutert Holger Schmitt vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.
Auch hier wird der größte Teil von den Anbietern in festverzinsliche Wertpapiere gesteckt. "Da es sich bei einer Riester-Rentenpolice um eine langfristige Anlage handelt, sollten sich Riester-Sparer von der aktuellen Aktienmarktkrise nicht beunruhigen lassen", so Schmitt.
Bei den fondsgebundenen Riester-Sparplänen garantiert der Gesetzgeber bei Rentenbeginn das eingezahlte Kapital. Wer allerdings vorzeitig rausgeht, müsse mit Verlusten rechnen, so Mohn. Auch bei Banksparplänen kann sich der Sparer auf einen bestimmten Zinssatz plus eine eventuelle Bonuszahlung verlassen.
Betriebliche Altersvorsorge: Hier gibt es fünf verschiedene Formen:
- die sogenannte Direktzusage, die Unterstützungskassen, Pensionsfonds, die Direktversicherungen und die Pensionskassen. Bei den ersten drei Formen springt der Pensions-Sicherungs-Verein ein, sollte der Arbeitgeber pleitegehen. Arbeitgeber, die betriebliche Altersvorsorge anbieten, müssen im Pensions-Sicherungs-Verein Mitglied ein. Dieser würde im Fall einer Arbeitgeber-Insolvenz den versicherten Arbeitnehmern die betriebliche Rente weiterzahlen, und zwar derzeit bis maximal etwa 7500 Euro monatlich, erläutert der PSVaG-Vorstandsvorsitzende Martin Hoppenrath. Für die übrigen Betriebsrenten ist die Auffanggesellschaft Protektor zuständig, bei der etwa Direktversicherer Pflichtmitglieder sind.
|
11 Aug |
Rentenversicherungen – Altersvorsorge Altersvorsorge
|
Da eine private Altersvorsorge heutzutage unumgänglich scheint, und um die Schwächen der gesetzlichen Rentenversicherung auszugleichen und somit eine langfristige Altersvorsorge zu gewähren, hat die Bundesregierung mit der Riesterrente eine Möglichkeit geschaffen, durch staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge auftretende Versorgungslücken zu schließen.
Bis auf eine kleine Gruppe kann fast jeder von der Riester Rente profitieren. Nicht staatlich gefördert werden geringfügig Beschäftigte, die ihren Pauschalbetrag zur Rentenversicherung nicht aufstocken, Sozialhilfeempfänger, Rentner und Pensionäre sowie Selbstständige, die nicht rentenversicherungspflichtig sind. Für Selbständige bietet die Rürup Rente allerdings eine adäquate Alternative.Vorteile der Riester Rente
Mit Hilfe der Riester Rente können Sie von staatlichen Zulagen profitieren. Dabei sind Förderquoten von mehr als 50% möglich.
Um die Förderung zu erlangen, müssen ab 2008 4% des Bruttoeinkommens in den Rententopf eingezahlt werden.
Für Familien mit zwei Kindern und einem Bruttoeinkommen eines der Ehepartner von 30.000 Euro ergibt sich also ein Betrag von 1.200 Euro und folgendes Fördermodell:
- Sie erhalten jedes Jahr 154 Euro
- Ihr Lebenspartner erhält jedes Jahr 154 Euro
- Für jedes Kind erhalten Sie jährlich weitere 185 Euro
Unter dem Strich ergibt sich daraus eine Grundzulage von 678 Euro jedes Jahr, die Ihnen der Staat schenkt, um 1.200 Euro für Ihre Rente zu sparen.
Zudem erhalten Sie einen Sonderausgabenabzug, den Sie jährlich bei der Steuererklärung geltend machen können. Die Sonderausgaben betragen für 2007 maximal 1.575 Euro und ab 2008 sogar 2.100 Euro.