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Dez

Rechtsschutzversicherung Informationen

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Eine Rechtsschutzversicherung ist eine Individualversicherung – also anders als Sozialversicherungen freiwillig abgeschlossene Versicherungen zwischen Versicherungsnehmer und einer privaten Versicherungsgesellschaft.

Sie wird abgeschlossen, um gegen die Kosten eines Rechtsstreits abgesichert zu sein. Kommt es zu einer Auseinandersetzung vor Gericht, so kommen auf die Parteien erhebliche Kosten zu. Zum einen müssen die Gerichtskosten aufgebracht werden, der Anwalt muss entsprechend des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes vergütet werden, und werden im Verlaufe des Prozesses Zeugen oder Sachverständige angehört werden, so sind an sie Zeugengelder und Sachverständigen Honorare zu zahlen. Zudem muss die Partei, zu dessen Ungunsten das Gericht entschieden hat, zusätzlich für die Kosten der gegnerischen Partei aufkommen. Je nach Art und Umfang des Rechtsstreits können hierbei Summen anlaufen, welche die Mehrheit der Privatpersonen nicht in der Lage oder willens ist aufzubringen. Hier zahlt es sich aus, eine Rechtschutzversicherung abgeschlossen zu haben, denn eine solche kommt in der Regel für die Kosten eines Rechtsstreits in der Höhe von bis zu 250.000 Euro auf. Sollte der Fall eintreten, dass der Versicherungsnehmer eine Strafkaution zu zahlen hat, so wird auch hier die Versicherung bis zu 50.000 Euro bereitstellen.

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In vielen Verträgen findet sich eine Klausel, dass der Versicherungsnehmer einen Selbstbeitrag im Bereich zwischen 150 und 250 Euro im Schadensfall oder jährlich zu zahlen hat. Ein wichtiger Punkt, der beim Abschluss einer Rechtschutzversicherung beachtet werden sollte, ist der, dass es sich bei diesen Versicherungen um kein Rundumpaket für alle juristischen Streitfälle handelt. Vielmehr bieten die Versicherungen mehrere Module an, die einen bestimmten rechtlichen Bereich abdecken (wie zum Beispiel eine günstige Autoversicherung). Wer also einen Straf-Rechtschutz abschließt, wird in Strafverfahren seine Kosten an die Versicherung weitergeben können, jedoch nicht in Ordungswidrigkeiten- oder Bußgeldverfahren, für die ein Ordnungswidrigkeiten-Rechtschutz greifen würde. Es ist selbstverständlich möglich, bei seiner Versicherungsgesellschaft mehrere Versicherungsmodule zu wählen, was sich jedoch in steigenden Kosten niederschlägt. Ein kompletter Rechtschutz ist dementsprechend eine sehr kostspielige Angelegenheit.