Krankenkassen private Krankenversicherung

krankenkassenEnde des 19. Jahrhunderts führte Bismarck die Krankenversicherung für deutsche Staatsbürger ein, die noch heute Bestand hat. Grundsätzlich besteht in Deutschland die Pflicht zur Krankenversicherung, dennoch sind einige Bürger nicht versichert. Ihnen entgeht damit eine Absicherung im Krankheitsfall, denn die Krankenkassen übernehmen trotz immer weiter gehenden Einschränkungen zahlreiche Kosten für ihre Versicherten. Bestimmten Berufsgruppen und gut verdienenden Bürgern steht darüber hinaus der Abschluss der private Krankenversicherung frei, der Vorteile und Privilegien nachgesagt werden.

Private Krankenversicherung vergleich

Versicherungspflichtige Arbeitnehmer müssen 15,5 % ihres Gehaltes in eine von ihnen gewählten Krankenkassen einzahlen, ein weiterer Beitragsanteil wird vom Arbeitgeber übernommen. Die wichtigsten gesetzlich festgeschriebenen Rechte der Versicherten sind die Bezahlung verschreibungspflichtiger Medikamente mit Ausnahme einer geringen Eigenbeteiligung, die Übernahme von Arzthonoraren und Psychotherapien sowie Heilmitteln. Versicherte haben darüber hinaus das Recht, ihre nicht versicherungspflichtigen und gering verdienenden Ehepartner und Kinder beitragsfrei mitzuversichern, die sogenannte Familienversicherung.

Krankenkassen

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen nehmen jedoch durch den demografischen Wandel in Deutschland ab, Patienten müssen immer höhere Zuzahlungen leisten. Ärzte und Krankenhäuser konzentrieren sich, glaubt die Bevölkerung den seriösen Studien, bevorzugt auf Patienten der privaten Krankenversicherungen. Diesen müssen sie weniger Rechtfertigungen liefern und dürfen sie die Behandlung verordnen, die zu den Beschwerden passt. Nicht zuletzt scheinen auch die Wartezeiten für die Besserversicherten sehr viel geringer zu sein. So ist es kein Wunder, dass viele Patienten sich den Wechsel in die private Krankenversicherung wünschen.

Krankenkassen wechsel

So einfach ist es jedoch nicht, aus der gesetzlichen in die private Krankenversicherung zu wechseln und deren unbestreitbare Vorteile zu genießen. Mitglied der privaten Krankenversicherung darf nur werden, wer zu den Berufsgruppen der Beamten, Richter, Landes- und Bundestagsabgeordneten und Vorstandsmitgliedern gehört. Arbeitnehmer dürfen sich nur für die private Krankenversicherung entscheiden, wenn ihr Brutto-Monatseinkommen in über 36 aufeinanderfolgenden Monaten 5250 Euro übersteigt. In den neuen Bundesländern liegt die Grenze bei 4550 Euro. Auch Künstler, Selbstständige und Freiberufler haben Krankenversicherungswahl.

Im Gegensatz zu den gesetzlichen Krankenkassen dürfen private Krankenversicherer selbst bestimmen, ob sie Interessenten aufnehmen. Aufnahmekriterien sind das Alter, der Gesundheitszustand und der genaue Versicherungswunsch. Der Versicherte kann aussuchen, welche Leistungen er absichern möchte. Die Kosten der privaten Krankenversicherung sind zudem um ein Vielfaches höher als die der gesetzlichen Kassen. Beispielsweise muss sich jedes Familienmitglied selbst versichern, es gibt keine Familienversicherung. Weiter steigen die Beiträge mit dem Alter unbegrenzt an und müssen Versicherte ihre Arzt- und Medikamentenrechnungen vorschießen.

Fazit: Trotz der besseren Leistungen lohnt sich der Wechsel in eine private Krankenversicherung für Angestellte aufgrund hoher Kosten nur bedingt.

[Gesamt:3    Durchschnitt: 4.7/5]

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