Lebensversicherung vergleich und wichtige Informationen

Lebensversicherung OnlineEine Lebensversicherung ist eine Versicherung in der Form einer Individualversicherung (im Unterschied zur Sozialversicherung), bei der das Todesfall- bzw. Langlebigkeitsrisiko einer bestimmten Person, des Versicherten, versichert wird. Sie ist also eine Personenversicherung. Sie wird fast stets als Summenversicherung abgeschlossen, d. h. die Versicherungsleistung ist ein vertraglich bestimmter Betrag, der bei Eintritt des Versicherungsfalls ohne Rücksicht auf das Vorliegen eines wirtschaftlichen Schadens geleistet wird. Die Feststellung eines „Schadens“ verbietet sich im Zusammenhang mit dem Leben eines Menschen. Je nach vertraglicher Vereinbarung kann der Tod vor einem bestimmten Zeitpunkt, aber auch im erweiterten Begriff der Lebensversicherung das Erleben eines bestimmten Zeitpunktes, der Eintritt schwerer Krankheiten, die Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit oder andere, direkt mit dem menschlichen Leben zusammenhängende Gefahren als Versicherungsfall bestimmt sein und damit eine Leistung auslösen.

Lebensversicherung vergleich

Lebensversicherung Informationen – Arten der Lebensversicherung:

Lebensversicherungen wie sie in Deutschland angeboten werden, lassen sich in folgende Grundformen einteilen oder sind Kombinationen von diesen:

Nach dem Versicherungsfall

  • Todesfallversicherung (Leistung nur im Todesfall während der Vertragslaufzeit, z. B. Risiko-Lebensversicherung)
  • Erlebensfallversicherung (Leistung nur bei Erleben des Vertragsendes, praktisch nur in Mischformen wie der gemischten Versicherung auf den Todes- oder Erlebensfall oder als Rentenversicherung)
  • Berufsunfähigkeitsversicherung (Versicherungsleistung bei Berufsunfähigkeit)
  • Aussteuerversicherung (Versicherungsleistung bei Heirat)

Nach der Kapitalbildung

  • Risikoversicherung (keine oder nur vorübergehenden Kapitalbildung)
  • Kapitalbildende Versicherung

Nach der Art der Geldanlage

  • Konventionelle kapitalbildende Lebensversicherung
  • Fondsgebundene Lebensversicherung („Versicherung, bei der das Anlagerisiko vom Versicherungsnehmer getragen wird“; Hier kann der Versicherungsnehmer die Anlageschwerpunkte und damit das Risiko durch Wahl der Fonds bestimmen)
  • Indexgebundene Lebensversicherung (hier wird die Versicherungsleistung abhängig von einem Index bestimmt, der sich nicht unbedingt vollständig mit Kapitalanlagen darstellen lässt, wo also der Versicherer ein gewisses Restrisiko trägt)

Nach der Art der Leistung

  • Kapitalversicherung (einmalige Leistung durch Zahlung eines Kapitals)
  • Rentenversicherung (laufende Auszahlung als Rente)
  • Ausbildungsversicherung (Entfall der Beitragszahlung bei Tod des Versicherungsnehmers, Erbringung einer festen Leistung zu einem Stichtag)
  • Aussteuerversicherung (Entfall der Beitragszahlung bei Tod des Versicherungsnehmers und Fälligkeit der Leistung bei Heirat, spätestens einem Stichtag)

Nach spezifischen staatlichen Förderverfahren, z. B.

  • Direktversicherung
  • Vermögensbildungsversicherung (zur Anlage der Vermögenswirksamen Leistungen)
  • Versicherung zum Aufbau einer zusätzlichen kapitalgedeckten Altersvorsorge nach dem AVmG (Riester-Rente)
  • Basisrente (Rürup-Rente)

Diese Einteilungen sind aber nur rein historisch zu verstehen. Es ist in vielen Fällen nicht möglich, kompliziertere Vertragsgestaltungen eindeutig einer Grundform zuzurechnen, da Verträge verschiedene Grundformen in sich vereinen können. Z. B. können Verträge sowohl Kapital- als auch Rentenleistungen vorsehen. Sie können auch zeitweise Todesfall- und zeitweise Erlebensfallcharakter haben.

Daneben werden zahlreiche Zusatzversicherungen angeboten. Die bedeutendste ist dabei die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (siehe hierzu auch Berufsunfähigkeitsversicherung). Weitere Zusatzbausteine sind die Unfalltod-Zusatzversicherung, bei der ein mehrfaches der einfachen Todesfallleistung für den Fall des Unfalltodes versichert wird, und Pflegeversicherungsleistungen.

Hinweis: Die (private) Rentenversicherung ist auch zur Lebensversicherung im weiteren Sinn zu rechnen, da sie versicherungstechnisch ähnlich kalkuliert und betrieben wird. Ein großer Unterschied besteht jedoch darin, dass bei einer Lebensversicherung auf den Todesfall das Risiko vorzeitigen Todes und bei einer Rentenversicherung das sogenannte Langlebigkeitsrisiko versichert wird. Weiter wird als Leistung eine regelmäßige Zahlung seitens des Versicherers fällig, daher der Name „Rentenversicherung“. Es gibt noch andere Erlebensfallversicherungen, die aber auf dem deutschen Markt keine Bedeutung haben.

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