Altersvorsorge Private Rentenversicherung

private Altersvorsorge als private Rentenversicherung

Die Zukunft abzusichern ist ein Thema, über das sich jeder Gedanken machen sollte, zumal bei jedem die Erwerbsfähigkeit irgendwann nicht mehr gegeben ist. Als Rente bezeichnet man eine meist monatliche Auszahlung von Geld, dessen Gewährung man sich mit seiner Arbeit verdient hat oder dessen Gewährung man sich mit einer Rentenversicherung „erkauft“ hat. Mit dem Abschluss einer Rentenversicherung kauft man sich eine Leibrente, man bekommt dabei genau das Geld wieder, das man abzüglich der Gebühren eingezahlt hat. Die genauen Einzelheiten einer individuell zugeschnittenen Rentenversicherung sind nicht ganz leicht nachvollziehbar, daher ist eine gute Beratung unumgänglich. Es gibt viele verschiedene Tarife und vor allem Varianten, auch Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Versicherungen, die abhängig sind von verschiedenen Faktoren.

Grundsätzlich aber muss jeder wissen, dass man ohne eine Rentenversicherung in welcher Form auch immer, eigentlich gar keine Zukunftspläne mehr machen kann.
Auch Berufsunfähigkeitsrenten kann man sich mit einer Versicherung sichern, was auch eine Art Rentenversicherung ist.

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Man unterscheidet zwischen der sofortbeginnenden Rentenversicherung (Sofortrente, grundsätzlich gegen Einmalbeitrag, selten mit der Möglichkeit von Zuzahlungen), bei der die Leibrente sofort bei Vertragsabschluss (vorschüssige Rentenzahlung) oder zum Ende der ersten Rentenzahlungsperiode (nachschüssige Rentenzahlung) beginnt, und der aufgeschobenen Rentenversicherung (gegen Einmalbeitrag oder laufenden Beitrag), bei der die Leibrente erst nach einer vereinbarten Zeit, der Aufschubzeit, beginnt. Die Beitragszahlungen erfolgen grundsätzlich nur während der Aufschubzeit.

In Rentenversicherungen können folgende weitere Regelungen vorgesehen sein:

  • Kapitalwahlrecht: Bei aufgeschobenen Rentenversicherungen kann vereinbart werden, dass bei Ende der Aufschubzeit anstatt der Leibrente auch eine einmalige Kapitalzahlung in der kalkulatorischen Höhe des Wertes der Leibrente gezahlt wird. (Begrenztes Kapitalwahlrecht bei Riester-Renten und kein Wahlrecht bei Rürup-Renten). Manchmal bestehen auch Wahlrechte bezüglich der zu zahlenden Leibrente.
  • Rentengarantiezeit: Es kann vereinbart werden, dass anfänglich keine Leibrente, sondern für die vereinbarte Dauer der Rentengarantiezeit eine Rentenzahlung unabhängig vom Überleben des Leibrentners gezahlt wird. Stirbt der Leibrentner in dieser Zeit, endet die Rentenzahlung nicht sofort sondern erst zum Ende der Rentengarantiezeit. Überlebt er, erhält er nach dem Ende der Rentengarantiezeit eine vom weiteren Überleben abhängige Leibrente. Diese Möglichkeit ist jedoch bei Riester-Renten und Rürup-Renten gesetzlich eingeschränkt.
  • Abgekürzte Leibrente: Es kann vereinbart werden, dass die Leibrente nicht lebenslänglich gezahlt wird, sondern, soweit sie nicht schon vorher durch Tod endet, nach einer vorher vereinbarten Zeit beendet wird (auch: temporäre Rente). Steuerlich werden diese Renten den Kapitalanlageprodukten gem. § 20 EStG zugeschlagen, weshalb die Besteuerung mit der Abgeltungssteuer vorgenommen wird.
  • Beitragsrückgewähr: Es kann vereinbart werden, dass bei Todesfall in der Aufschubzeit die eingezahlten Beiträge zurückerstattet werden und dass bei Todesfall im Rentenbezug die eingezahlten Beiträge abzüglich der bereits ausgezahlten Renten zurückerstattet werden. Eine solche Vereinbarung führt allerdings bei gleichem Beitrag zu einer geringeren Rentenhöhe, da der Versicherer für die Deckung des Todesfallrisikos Risikobeiträge entnehmen muss bzw. keine Beträge an die Überlebenden “vererben” kann. Auch andere Formen des Todesfallschutzes können mit Rentenversicherungen kombiniert werden. Dies kann unter Umständen den Charakter als Versicherung auf den Erlebensfall zumindest zeitweise in eine Versicherung auf den Todesfall umkehren.
  • Hinterbliebenenschutz: Es kann vereinbart werden, dass bei Todesfall in der Aufschubzeit ein für diesen Fall bezeichneter Bezugsberechtigter eine Leibrente (z. B. Witwenrente) oder eine abgekürzte Leibrente (Waisenrente) erhält. Auch die Vereinbarung eines Hinterbliebenenschutzes führt bei gleichem Beitrag zu einer geringeren Höhe der Rente für die versicherte Person.
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